Prozessorientiertes Kuscheln

Das Konzept

Text von Kuschelraum Berlin

.

.

 In Sicherheit positive Erfahrungen machen und neues Verhalten erlernen

 

 

Du spürst dich und deinen Körper nicht?

Du möchtest lernen, die Signale deines Körpers wahrzunehmen, sie zu verstehen und ihnen zu vertrauen?

Es fällt dir schwer, Grenzen zu setzen und Wünsche zu äußern?

Du möchtest in einer sicheren Umgebung üben, dazu entspannt in der Lage zu sein bzw. souverän mit Grenzverletzungen umzugehen?

Du hast eine Depression? Du fühlst dich einsam und allein?

Manchmal überkommt dich ein Gefühl der absoluten Sinnlosigkeit deines Daseins?

Du möchtest wieder in der Lage sein, Glück und Freude zu empfinden?

Du hast erkannt, dass du in einer toxischen Beziehung (Narzismus, Borderline) gefangen bist?

Du bist dir bewusst, dass die Entdeckung von Selbstwert, Selbstfürsorge und Selbstverantwortung Grundvoraussetzungen für den Weg in die Autonomie darstellen?

Du hast noch nie oder nur sehr selten (wohltuende) Berührung erfahren?

Du möchtest sicher, langsam und achtsam die ersten körpernahen Begegnungen erleben?

 

.

.

 

Prozessorientiertes Kuscheln kann für viele Herausforderungen eine sanfte und tiefgehende Möglichkeit des Beistands sein und stellt eine wunderbare Ergänzung zur Psychotherapie dar. Basierend auf der Polyvagal-Theorie, Dr. Laurence Hellers Modell zur Traumaheilung und Dr. Betty Martins Arbeit des Wheel of Consent unterstützen wir dich durch liebevolle wertschätzende Berührung und schaffen neue Referenzpunkte. Zum besseren Verständnis hier einige Beispiele zu Anwendung und Wirkungsweise:

 

Um frei von Schuldgefühlen klare Grenzen setzen zu können, braucht es die Fähigkeit, diese wahrzunehmen, und ein Bewusstsein über den eigenen Selbstwert. Viele Menschen sind jedoch aufgewachsen unter dem Credo, dass Aufopfern eine Tugend sei. Achtsame Berührung kann ein Weg in die Selbstfürsorge sein, da sie Respekt und Wertschätzung vermittelt. Zusammen mit einem*r Kuscheltherapeut*in kann ganz bewusst geübt werden, schuldfrei Grenzen zu setzen, nichts zurückzugeben und selbstbewusst nach bestehenden Wünschen zu fragen. Werden der Körper und seine Signale wahrgenommen und respektiert, öffnet er sich neuen Erfahrungen, wird weich und durchlässig. Das Geschenk ist, (wieder) mehr zu fühlen.

 

Bei Depression oder Sinnkrisen kann die Ausschüttung von Oxytocin (dem Kuschelhormon) helfen, wieder leichter in den sozialen Kontakt mit anderen Menschen zu gehen und somit die Abwärtsspirale der Einsamkeit zu durchbrechen und umzukehren. Auch hilft Kuscheln bei einem optimistischeren Blick auf das Leben, da es uns Herausforderungen und Schwierigkeiten als weniger schwerwiegend wahrnehmen lässt und Kraft gibt, sich diesen zu stellen.

 

Beziehungen, die auf Missbrauch, Gewalt und Abhängigkeit aufgebaut sind, schaffen einen konstanten Zustand von Gefahr und Angst. Die Betroffenen befinden sich dadurch in permanentem Stress, der ihr ganzes System schwächt und ihrer Gesundheit erheblichen Schaden zufügen kann. Echte Lebensqualität liegt jedoch jenseits von Angst, sie liegt in einem Zustand von Entspannung, Wohlbefinden und Freude. Sie ist geknüpft an die Fähigkeit, starke gesunde Bindungen einzugehen, und an die Kraft, sich aus schadenden Beziehungen lösen zu können.

Ein bewusst respektvoller Umgang mit Berührung kann diese Prozesse unterstützen.

Das bewusste Nachnähren (des inneren Kindes) und somit ein weiterer Schritt hin zu einem befreiteren erwachsenen Sein, kann ein weiteres Geschenk dieser Session sein.

 

.

.

 

„Grenzen meines Körpers sind Grenzen meines Ichs. Die Hautoberfläche schließt mich ab gegen die fremde Welt: auf ihr darf ich, wenn ich Vertrauen haben soll, nur zu spüren bekommen, was ich spüren will.“ – Jean Améry

 

 

 

Regeln und wichtige Hinweise zum Ablauf

 

Das Kuscheln ist eine nicht-sexuelle Dienstleistung. Somit werden keine Berührungen oder Handlungen erfragt, angedeutet oder durchgeführt die in irgendeiner Form als sexuell gelten könnten. Hierzu zählen beispielsweise Anfassen oder Reiben im Bereich der primären und sekundären Geschlechtsteile, des Gesäßes, Berührungen unterhalb der Kleidung und Küssen.

Das Angebot richtet sich an Erwachsene.

Der*die Kuschelklient*in übernimmt die volle Verantwortung für seine/ihre körperliche und mentale Gesundheit.

Schweigen, Reden, Lachen, Weinen – es kann alles zur Kuschelsession dazu gehören. Nutze diesen geschützten Raum ganz für dich und dazu, was du in diesem Moment brauchst.

Alle gegebenen Informationen (schriftlich oder mündlich) im Rahmen einer Kuschelsession oder im Vor-/Nachgespräch werden vertraulich behandelt.

Der KuschelRaum ist ein Drogen- und Alkoholfreier Raum.

 

 

 

Die Kuschelvereinbarung

 

bekommst du am Anfang deiner ersten Session zum Ausfüllen vorgelegt. Sie beinhaltet deine Kontaktdaten, einen Gesundheitsfragebogen und die Regeln der Kuschelsession. Was du ausfüllen möchtest, bleibt dir überlassen. Beide Parteien unterschreiben, dass sie den Regeln zustimmen.

 

 

 

FAQ 

https://kuschelraum.de/faq/